mit den Werken „REM“ von Annika Strauss (mit Sebastian Fitzek) und „Der Schrein“ von Nanami Kamon.

// Gerade in aller Munde ist ein überaus lohnenswerter Thriller, der sich ganz hervorragend dazu eignet, sich schlaflose Nächte mit ihm zu vertreiben. Die Rede ist natürlich von „REM“ aus der Feder von Annika Strauss. Darin dreht sich alles um eine junge Frau namens Alise, der in ihrer Kindheit etwas Schreckliches passiert ist. Sie hat ihren Vater verloren. Vorher wollte er noch unbedingt dafür sorgen, dass sie jetzt auf keinen Fall einschläft, doch Alise ist zu müde und als sie wieder aufwacht, ist ihr Vater gestorben. Seitdem schleppt sie nicht nur Schuldgefühle mit sich herum, sondern sie versucht auch herauszufinden, was mit ihrem Vater genau passiert ist. An ihrer Seite ist ihr Bruder Nico, der ebenfalls Nachforschungen anstellt und so stoßen sie im Rahmen dieses Horror-Thrillers auf ein spannendes, medizinisches Phänomen, das ihnen bei der Lösung behilflich sein könnte. Es geht natürlich um die titelgebende REM-Schlafphase, in der wir Menschen am intensivsten im Traumzustand verfangen sind.
Dabei finden die Beiden heraus, dass ihr Vater mit Träumen experimentierte und versuchte sie real werden zu lassen. Darauf schweben sie plötzlich selbst in Gefahr, denn sobald die Grenze zwischen dem realen Leben und den Träumen einmal geöffnet ist, desto weiter steigt die Bedrohung. Bevor sie sich versehen, rennen die Beiden also selbst um ihre Leben und man kann nur im besten Freddy Krüger-Sinne sagen: „besser nicht einschlafen!“. Ob ihnen das gelingt? Zusammen mit Sebastian Fitzek gelingt es der Autorin einen überaus spannenden Horror-Krimi aus dem Ärmel zu schütteln, der dir im besten Sinne des Wortes den Schlaf raubt. Also viel Spaß damit.

Und wer jetzt noch nicht genug hat, der kann sich anschließend gleich noch ins schöne Tokio transferieren lassen. Da treffen wir im Rahmen des Thrillers „Der Schrein“ auf eine Autorin namens Minami, die alles daran setzt ihren neuesten Wurf noch vor der Deadline fertig zu bekommen. Allerdings fehlen ihr so ein bisschen die richtigen Worte und dann meldet sich auch noch ihre Freundin Asako, die dringend ihre Hilfe braucht. Das wiederum führt die Schriftstellerin zu einer alten Ruine. Es heißt, dass vier Menschen dort gewesen seien, aber keiner von ihnen wieder so zurück gekommen ist, wie er losgezogen ist. Als wäre das noch nicht mysteriös genug, stößt Minami auch noch auf alte Legenden, die davor warnen den Ort zu betreten. Etwas hier scheint ganz und gar nicht mit rechten Dingen zuzugehen. Dabei gelingt es der Autorin Nanami Kamon abermals sich auf spannende Weise mit japanischer Folklore und Mythen auseinander zu setzen und sie in einen packenden Kriminalroman zu vepacken, den man sich als Fan von japanischer Literatur auf keinen Fall durch die Lappen gehen lassen sollte. Er jagt einem nämlich immer wieder einen kalten Schauer über den Rücken, je tiefer man in ihn eintaucht. Lass dir diese beiden spannenden Werke also nicht entgehen. Und genieß den literarischen Herbst. Bis zu unserer nächsten Leserunde.
UND WAS NUN?