mit dem Album „A Hymn Without A Sound“ von The Morning Stars. // Manchmal entstehen die schönsten Projekte aus einer Geste heraus – aus Freundschaft, aus einem Impuls, aus einem Moment. Genau so beginnt die Geschichte von The Morning Stars. Was als Geburtstagsüberraschung für Schlagzeuger Sebastian Vogel gedacht war, wurde zu einer echten Band. Die […]
// strichcode vol. (4)52 – „am horizon kommt etwas…“
mit dem Werk „Nausicaä aus dem Tal der Winde (Doppelband-Edition 3)“. // Mit dem dritten Doppelband von „Nausicaä aus dem Tal der Winde“ vertieft sich Hayao Miyazakis große, leise und zugleich erschütternde Vision einer Welt nach der Katastrophe noch einmal spürbar. Dieser Band markiert einen Punkt in der Erzählung, an dem sich vieles verdichtet: politisch, […]
// presswerke vol. (2)88 – „dreamer+“
mit der neuen Vinyl-LP von Sassy 009. // Dreamer+ ist weniger ein Album als ein bewusst gebauter Innenraum – ein Werk, das sich nicht nebenbei erschließt, sondern Aufmerksamkeit verlangt. Hinter dem Projekt Sassy 009 steht Sunniva Lindgård, eine Künstlerin, die sich seit Jahren konsequent der Idee verweigert, Pop müsse leicht konsumierbar sein. In ihrer Musik […]
// aufgelesen vol. (6)58 – „sperrgut“
mit dem neuen Werk von Sophia Merwald. // Mit Sperrgut legt Sophia Merwald ihr Romandebüt vor – und bereits im Vorfeld wird deutlich, dass hier mehr entsteht als eine weitere literarische Milieustudie. Die Alfred-Döblin-Preisträgerin 2025 entwirft eine Utopie am Rand der Gesellschaft, die zugleich poetisch überhöht und erschreckend real wirkt. Der Titel ist dabei programmatisch: […]
// spieltrieb vol. (3)40 – „die mumins“
mit dem wunderbaren Kosmos der „Mumins“. // Die Mumins sind kein klassisches Kinderbuch-Phänomen, sondern ein literarisches Universum, das sich konsequent jeder Alterszuordnung entzieht. Was auf den ersten Blick wie eine freundliche Trollfamilie wirkt, ist bei genauerem Hinsehen ein komplexes Modell von Gemeinschaft, Einsamkeit und innerer Beweglichkeit. Tove Jansson schrieb die Mumin-Geschichten nicht mit pädagogischem Zeigefinger, […]
// aufgelesen vol. (6)57 – „half his age“
mit dem Werk „Half His Age“ von Jeanette McCurdy. // Jennette McCurdy legt mit Half His Age einen Roman vor, der weh tut, provoziert, zum Lachen zwingt – und einen dabei immer wieder ertappt. Wer nach ihrem Memoir I’m Glad My Mom Died glaubt, bereits zu wissen, wie kompromisslos sie schreiben kann, wird hier eines […]
// presswerke vol. (2)87 – „gummistiefel“
mit der Vinyl-LP von Rosa Hoelger. // Mit Fuer immer Gummistiefel legt Rosa Hoelger ein Album vor, das schon in seiner Vinyl-Edition Haltung zeigt: Recycled Vinyl, streng limitiert und durchnummeriert, jede Platte ein farbliches Unikat. Diese bewusste Entscheidung für ein nachhaltiges, individuelles Produkt passt zu einer Künstlerin, die sich nie glattgebügelt oder stromlinienförmig präsentiert, sondern […]
// presswerke vol. (2)86 – „selling a vibe“
mit der neuen Vinyl-LP von The Cribs. // „Selling A Vibe“ wirkt wie ein bewusst gesetzter Haltepunkt in der langen Geschichte von The Cribs – nicht als Rückblick, sondern als selbstbewusste Standortbestimmung. Nach über zwanzig Jahren Bandgeschichte, zahllosen Touren, Brüchen, Wiederannäherungen und neun vorangegangenen Alben klingt dieses Werk nicht müde oder nostalgisch, sondern erstaunlich konzentriert […]
// aufgelesen vol. (6)56 – „schleifen“
mit dem Werk „Schleifen“ von Elias Hirschl. // Elias Hirschl ist einer dieser seltenen Autoren, bei denen man schon nach wenigen Seiten weiß: Hier denkt jemand anders, und er traut sich, diesen Gedanken bis zum Ende zu folgen. Schleifen ist ein Roman, der genau daraus seine Energie bezieht – aus einer Lust am Denken, am […]
// werktag vol. (1)88 – „opernball“
mit dem Werk „Opernball“ von Stefanie Sargnagel. // Stefanie Sargnagel nimmt sich mit Opernball eines jener Rituale vor, die wie kaum etwas anderes für österreichische Selbstverklärung stehen: Glanz, Geld, Tradition, Macht – und sehr viel Verdrängung. Auf gerade einmal 80 Seiten entsteht daraus kein klassischer Reportageband, sondern ein bissiger, kluger und überraschend neugieriger Text, der […]
// aufgelesen vol. (6)55 – „im paradies“
mit dem Werk „Im Paradies“ von Dorota Maslowska. // Dorota Masłowska gehört seit vielen Jahren zu jenen Autorinnen, die Gegenwart nicht abbilden, sondern zerlegen. Mit Im Paradies legt sie ein schmales, aber hochverdichtetes Buch vor, das wie ein Brennglas funktioniert: grell, komisch, verstörend – und am Ende überraschend zärtlich. Auf knapp 160 Seiten entsteht ein […]
// presswerke vol. (2)85 – „wenn es liebe ist“
mit der neuen Vinyl-LP von Die Sterne. // „Wenn es Liebe ist“ markiert für Die Sterne einen jener seltenen Momente, in denen sich Kontinuität und Erneuerung nicht widersprechen, sondern gegenseitig befeuern. Die Hamburger Band, seit Jahrzehnten eine feste Größe des deutschsprachigen Indiepop, klingt hier so wach, als hätte sie gerade erst begonnen – und zugleich […]
// zuckerschock für den februar 2026: seishi yokomizo – „die spatzenmorde von onikobe“
mit dem Werk „Die Spatzenmorde von Onikobe“ von Seishi Yokomizo. // Mit „Die Spatzenmorde von Onikobe“ setzt Seishi Yokomizo seine berühmte Reihe um den Detektiv Kosuke Kindaichi fort und vertieft dabei genau jene Qualitäten, die ihn zu einem der einflussreichsten Krimiautoren Japans gemacht haben. Der Roman spielt in der japanischen Nachkriegszeit, einer Epoche, die von […]