º literatur / comic

etwas fühlen

// aufgelesen vol. (6)56 – „schleifen“

mit dem Werk „Schleifen“ von Elias Hirschl. // Elias Hirschl ist einer dieser seltenen Autoren, bei denen man schon nach wenigen Seiten weiß: Hier denkt jemand anders, und er traut sich, diesen Gedanken bis zum Ende zu folgen. Schleifen ist ein Roman, der genau daraus seine Energie bezieht – aus einer Lust am Denken, am […]

// aufgelesen vol. (6)55 – „im paradies“

mit dem Werk „Im Paradies“ von Dorota Maslowska. // Dorota Masłowska gehört seit vielen Jahren zu jenen Autorinnen, die Gegenwart nicht abbilden, sondern zerlegen. Mit Im Paradies legt sie ein schmales, aber hochverdichtetes Buch vor, das wie ein Brennglas funktioniert: grell, komisch, verstörend – und am Ende überraschend zärtlich. Auf knapp 160 Seiten entsteht ein […]

// zuckerschock für den februar 2026: seishi yokomizo – „die spatzenmorde von onikobe“

mit dem Werk „Die Spatzenmorde von Onikobe“ von Seishi Yokomizo. // Mit „Die Spatzenmorde von Onikobe“ setzt Seishi Yokomizo seine berühmte Reihe um den Detektiv Kosuke Kindaichi fort und vertieft dabei genau jene Qualitäten, die ihn zu einem der einflussreichsten Krimiautoren Japans gemacht haben. Der Roman spielt in der japanischen Nachkriegszeit, einer Epoche, die von […]

// strichcode vol. (4)51 – „pigpen“

mit dem Werk „PigPen“ (Band 2) von Carnby Kim // Mit dem zweiten Band von „Pigpen“ hat mich dieser Manhwa endgültig in seinen Bann gezogen. Carnby Kim beweist hier eindrucksvoll, warum er zu den spannendsten Stimmen des koreanischen Psychothrillers gehört. Was im ersten Band noch wie ein verstörendes Rätsel begann, verdichtet sich in „Pigpen“ zu […]

// aufgelesen vol. (6)54 – „trag das feuer weiter“

mit dem Werk „Trag das Feuer weiter von Leïla Slimani. // Leïla Slimanis „Trag das Feuer weiter“ ist kein Roman, den man einfach „liest“. Es ist ein Buch, das man mit sich trägt, das nachhallt, das Fragen offenlässt – und genau darin liegt seine große literarische Kraft. Als Abschluss der viel beachteten Familientrilogie wirkt es […]

// aufgelesen vol. (6)53 – „die elemente“

mit den Werken „Erde“, „Feuer“, „Wasser“, „Luft“ von John Boyne. // Die vier Romane aus dem Zyklus „Die Elemente“ von John Boyne sind eine echte Grenzerfahrung. Wer ihn nur über „Der Junge im gestreiften Pyjama“ kennt, wird hier einem ganz anderen Schriftsteller begegnen: kompromissloser, dunkler, psychologisch genauer und spürbar persönlicher. Boyne, 1971 in Dublin geboren, […]

// zuckerschock für den januar 2026: hayao miyazaki – „nausicaä aus dem tal der winde“

mit dem Werk „Nausicaä aus dem Tal der Winde“ (Band 4) von Hayao Miyazaki.. // Dieser vierte Doppelband von „Nausicaä aus dem Tal der Winde“ hat bei mir ein Gefühl ausgelöst, das sich nur schwer in Worte fassen lässt – eine Mischung aus Ehrfurcht, Dankbarkeit und tiefer Melancholie. Hayao Miyazaki erzählt hier nicht einfach eine […]

// aufgelesen vol. (6)52 – „grelles licht für darke leute“

mit den Werken „Ich gab dir Augen und die blicktest in die Finsternis“ von Irene Solà und „Grelles Licht für darke Leute“ von Mariana Enriquez. // Irene Solà und Mariana Enriquez stehen für eine zeitgenössische Literatur, die sich bewusst an den Rändern des Realismus bewegt und dort eine eigene, unverwechselbare Kraft entfaltet. Ihre aktuellen Bücher […]

// strichcode vol. (4)50 – „gegen das universum“

mit Band 5 der bunten Ausgabe von „Scott Pilgrim“ von Bryan Lee O`Malley. // Mit Scott Pilgrim – Gegen das Universum!, dem fünften von sechs Bänden der neuen, bunten Version der Reihe, erreicht die Serie einen entscheidenden Wendepunkt, an dem sich der lakonische Slacker-Humor der frühen Teile zunehmend mit ernsthaften Fragen nach Verantwortung, Identität und […]

// aufgelesen vol. (6)51 – „im augenblick“

mit dem Werk „Im Augenblick“ von Karl Ove Knausgard. // Karl Ove Knausgårds großer Essayband „Im Augenblick“ öffnet ein weiteres Fenster in das Denken eines Schriftstellers, der wie kaum ein anderer die moderne Literatur geprägt hat. Auf über achthundert Seiten versammelt das Buch Reisenotizen, Reportagen, Betrachtungen zu Kunst, Philosophie, Natur und Alltag – Texte, die […]

// strichcode vol. (4)49 – „edgerunners“

mit den Werken „Gaslight Stray Dog Detectives“ und „Cyberpunk 2077: Edgerunners“. // Die beiden Manga-Neuheiten Gaslight Stray Dog Detectives und Cyberpunk 2077: Edgerunners könnten unterschiedlicher kaum sein – und gerade deshalb zeigen sie, wie breit und lebendig das Medium heute ist: vom klassischen Krimi-Abenteuer im historischen London bis zur futuristischen, dystopischen Action in Night City. […]

// strichcode vol. (4)48 – „batmans unheimliche fälle“

mit dem Werk „Batman Klassiker – Batmans unheimliche Fälle“ // Dieser opulente Band versammelt einige der seltsamsten, atmosphärisch dichtesten und heute beinahe mythisch aufgeladenen Batman-Geschichten der frühen 1970er – jene Ära, in der der Dunkle Ritter seine campigen Fernsehjahre endgültig hinter sich ließ und in eine deutlich düsterere, feiner gezeichnete Welt zurückkehrte. Batman Klassiker: Batmans […]

// aufgelesen 2025 << bücher

mit den besten 2025er Büchern. 01 Julia Engelmann: Himmel ohne Ende 02 Wolf Haas: Wackelkontakt 03 Maxim Leo x Kat Menschik: Junge aus West-Berlin 04 Uketsu: HEN NA E: Seltsame Bilder / Das seltsame Haus 05 Charlotte Brandi: Fischtage 06 Seishi Yokomizu: Der Inugami-Fluch / Die Spatzenmorde von Onikobe 07 Marco Wanda: Dass es uns […]

// strichcode 2025 << manga

mit den besten 2025er Manga-Veröffentlichungen. 01 Orval x Macchiro: Bibliomania (Cross Cult) 02 Hayao Miyazaki: Nausicaä aus dem Tal der Winde (Carlsen) 03 Yuhei Suzuki x Hakaru Takarai: Haikaisha (Cross Cult) 04 Katsuya Iwamuro: Shibatarian (Crunchyroll) 05 Shuzo Oshimi: Inside Mari (Cross Cult) 06 Kentaru Yabuki x Code:000: Darling In The FranXXX (Cross Cult) 07 […]

// strichcode 2025 << comics

mit den besten 2025er Comics. 01 Becky Cloonan x Tula Lotay: Somna (Cross Cult) 02 Luke Pearson: Hilda und Hörnchen (Reprodukt) 03 Various Artists: Dylan Dog (Sergio Bonelli Editore) 04 Fiona Staples x Brian K. Vaughn: Saga (Cross Cult) 05 Kwang Jin x KimKyungJun: Existence (Carlsen) 06 Bryan Lee O`Malley: Scott Pilgrim (Panini) 07 Budjette […]

// strichcode vol. (4)47 – „gokinjo monogatari“

mit den ersten beiden Bänden von „Gokinjo Monogatari – Von Liebe, Mode und großen Träumen“ von Ai Yazawa. // Die beiden Bände von Gokinjo Monogatari – Von Liebe, Mode und großen Träumen gehören zu jenen Werken, bei denen man sofort spürt, warum Ai Yazawa zu den prägenden Erzählerinnen des modernen Shojo-Manga geworden ist. In diesen […]

// strichcode vol. (4)46 – „haikaisha“

mit den ersten beiden Bänden der Manga-Reihe „Haikaisha“. // Yuhei Suzuki legt mit Haikaisha – Der Grenzgänger eine Horrorreihe vor, die sofort unter die Haut geht. Schon der erste Band entfaltet eine düstere, fast beklemmende Atmosphäre, die man so nur selten im modernen Horror-Manga findet. Suzuki verlegt das Grauen nicht in verlassene Tempel, Wälder oder […]

// aufgelesen vol. (6)50 – „boys and girls“

mit dem Werk „Good Morning Boys And Girls – Theaterstücke“ von Juli Zeh. // Juli Zehs neuer Band „Good Morning, Boys and Girls“ versammelt vier ihrer Theaterstücke, die so unterschiedlich ansetzen und doch denselben Kern berühren: die fragile Beschaffenheit einer Gesellschaft, die ständig zwischen Sicherheit und Freiheit neu verhandelt wird. Wer Zeh kennt, weiß, dass […]

// aufgelesen vol. (6)49 – „bad actors“

mit dem Werk „Bad Actors“ von Mick Herron. // Es gibt jedes Jahr diese Bücher, die man sich ganz bewusst bis in die Adventszeit aufspart – weil ihre Stimmung, ihr Humor oder ihre Spannung einfach perfekt in diese Wochen passen, in denen man abends etwas früher das Licht dimmt, sich eine Tasse Tee holt und […]

// aufgelesen vol. (6)48 – „das seltsame haus“

mit dem Werk „HEN NA IE – Das seltsame Haus“ von Uketsu. // Es gibt Krimis, die versuchen, uns durch immer neue Wendungen zu überraschen – und dann gibt es Bücher wie HEN NA IE, die einen schon auf der ersten Seite aus dem Gleichgewicht bringen, weil sie etwas viel Subtileres tun: Sie kriechen langsam […]

// aufgelesen vol. (6)47 – „was nicht gesagt werden kann“

mit dem Werk „Was nicht gesagt werden kann“ von David Szalay. // Was nicht gesagt werden kann ist einer dieser Romane, die einen nicht mit großen Gesten überfallen, sondern sich langsam, fast schmerzhaft leise unter die Haut schieben. David Szalay, längst bekannt für seine Fähigkeit, aus minimalen Beobachtungen ganze Lebenswelten aufzuspannen, legt hier seinen wohl […]

// strichcode vol. (4)44 – „tal der winde“

mit den Werk „Nausicaä aus dem Tal der Winde“ (Doppelband-Edition 2) von Hayao Miyazaki. // Es gibt Manga, die man liest – und solche, die man erlebt. Nausicaä aus dem Tal der Winde gehört eindeutig zu Letzteren. Auch Jahrzehnte nach seiner Entstehung entfaltet Hayao Miyazakis epische Umweltparabel eine beinahe beunruhigende Aktualität. Mit der neuen Doppelband-Edition […]

// aufgelesen vol. (6)46 – „wir können doch freunde bleiben“

mit den Werken „Wir können doch Freunde bleiben – Trennungsgeschichten aus der Hölle“ von Katja Lewina und „Medulla“ von Verena Güntner. // Zwischen Verena Güntners Medulla und Katja Lewinas Wir können doch Freunde bleiben entsteht ein spannender Resonanzraum: zwei Bücher mit einem Blick für emotionale Feinmechanik – und doch könnten sie thematisch kaum unterschiedlicher ansetzen. […]

// strichcode vol. (4)43 – „the innocent game“

mit den Werken „Soichi“ von Junji Ito und „The Innocent Game“ von Ritsuto Igarashi & Yumuko Tsuka. // Wer Horror liebt, der weiß: In diesem Genre sind die Wege, auf denen uns der Schrecken erreicht, so vielfältig wie die Ängste, die er in uns auslöst. Und selten wird das so deutlich wie bei zwei Veröffentlichungen, […]

// aufgelesen vol. (6)45 – „sister deborah“

mit dem Werk „Sister Deborah“ von Scholastique Mukasonga. // Sister Deborah ist einer dieser Romane, die einen schon auf der ersten Seite mit dem Gefühl überfallen, dass hier jemand schreibt, der nicht nur eine Geschichte erzählt, sondern ein gedankliches Erbe bewahrt. Scholastique Mukasonga, deren Werk immer wieder wie ein literarischer Schutzraum für die ausgelöschten Stimmen […]

// aufgelesen vol. (6)44 – „öffnet sich der himmel“

mit den Werken „Von allgemeiner Gültigkeit“ von Natasha Brown und „Öffnet sich der Himmel“ von Seán Hewitt. // Auf den ersten Blick könnten Natasha Brown und Seán Hewitt kaum unterschiedlichere Romane vorlegen: zwei Geschichten, zwei Tonlagen, zwei literarische Temperamente. Doch wenn man beide nebeneinander liest, entsteht eine Art Resonanzraum – zwei Bücher, die sich ungewollt […]

// aufgelesen vol. (6)43 – „konfett blues“

mit dem Werk „Konfetti Blues“ von Lutz van der Horst. // „Konfetti-Blues“ wirkt schon auf den ersten Seiten wie ein Roman, der genau weiß, wie sich moderne Verlorenheit anfühlt – dieses Gefühl, irgendwo zwischen großen Träumen, kleinen Chancen und dem ganz normalen Chaos des Erwachsenwerdens festzustecken. Dass dieser Ton so ehrlich und treffsicher gelingt, überrascht […]

// aufgelesen vol. (6)42 – „nocticadia“

mit dem Werk „Nocticadia“ von Keri Lake. // Es gibt diese seltenen Bücher, die man aufschlägt und sofort spürt: Hier stimmt einfach alles. Die Stimmung, die Figuren, das leise, unheilvolle Zittern unter der Oberfläche. Keri Lake schafft genau das mit Nocticadia – eine Geschichte, die sich anfühlt wie ein dunkler Sog, der einen langsam, aber […]

// aufgelesen vol. (6)41 – „was wir wissen können“

mit dem Werk „Was wir wissen können“ von Ian McEwan. // Mit Was wir wissen können legt Ian McEwan einen Roman vor, der zugleich Zukunftsvision, Liebesgeschichte und literarische Spurensuche ist. Schon die Prämisse klingt typisch für McEwan: Ein Mann auf der Suche nach einem verlorenen Gedicht, einer Wahrheit, die vielleicht nie ganz zu fassen ist […]

// strichcode vol. (4)42 – „rainbow“

mit den ersten beiden Bänden der Manga-Reihe „Rainbow“. // Mit George Abe’s Rainbow erscheint endlich einer der eindrucksvollsten und düstersten Klassiker der japanischen Manga-Geschichte in deutscher Übersetzung – und zwar in einer aufwendig gestalteten Neuausgabe bei Manga Cult. Das Werk, kongenial illustriert von Masasumi Kakizaki, ist ein bedrückendes, aber zutiefst bewegendes Porträt einer Generation, die […]