º literatur / comic

etwas fühlen

// strichcode vol. (4)65 – „revolt“

mit dem Werk „Revolt“ (Band 1 und 2) von Dominik Jell. // Dominik Jell entwirft mit „Revolt“ eine eigenständige Cyberpunk-Dystopie, die klassische Science-Fiction-Motive mit hochaktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen verbindet. Bereits der erste Band macht deutlich, dass es hier nicht allein um spektakuläre Action oder futuristische Technologie geht. Im Mittelpunkt steht eine Welt, die an ihren eigenen […]

// aufgelesen vol. (6)91 – „carl´s doomsday scenario“

mit dem Werk „Carl´s Doomsday Scenario“ von Matt Dinniman. // Mit „Carl’s Doomsday Scenario“ setzt Matt Dinniman eine der ungewöhnlichsten und erfolgreichsten Fantasy-Serien der letzten Jahre fort. Nachdem „Dungeon Crawler Carl“ bereits zu einem Kultphänomen innerhalb der LitRPG-Szene geworden ist, hebt Band zwei die Geschichte auf ein noch höheres Niveau. Mehr Wahnsinn, mehr Humor, mehr […]

// aufgelesen vol. (6)90 – „richtig großes glück“

mit den Werken „Arendal“ von Karl Ove Knausgård und „Richtig großes Glück“ von Harriett Armstrong. // Mit „Arendal“ von Karl Ove Knausgård und „Richtig großes Glück“ von Harriet Armstrong erscheinen zwei Romane, die auf den ersten Blick kaum unterschiedlicher wirken könnten. Der eine führt ins winterliche Norwegen der 1970er Jahre und begleitet einen Mann in […]

// strichcode vol. (4)64 – „alley“

mit dem Werk „Alley“ von Junji Ito. // Mit „Alley – Das Grauen in der Gasse“ erscheint eine weitere hochkarätige Sammlung von Kurzgeschichten aus der Feder von Junji Ito, jenem Ausnahmekünstler, der wie kaum ein anderer das moderne Horrormedium Manga geprägt hat. Seit Jahrzehnten gilt Ito als der unangefochtene Meister des japanischen Horrors. Seine Werke […]

// aufgelesen vol. (6)89 – „wir in zehn jahren“

mit dem Werk „Wir in zehn Jahren“ von Jessica Stanley. // Jessica Stanleys „Wir in zehn Jahren“ gehört zu jener Art von Romanen, die zunächst wie eine klassische Liebesgeschichte wirken, sich dann aber langsam zu etwas viel Größerem entfalten: einer präzisen, emotional ehrlichen Chronik moderner Beziehungen. Das Besondere daran ist weniger die Frage, ob Coralie […]

// aufgelesen vol. (6)88 – „king sorrow“

mit dem Werk „King Sorrow I“ von Joe Hill. // Mit dem ersten Teil von „King Sorrow“ legt Joe Hill den Auftakt zu einem monumentalen Horror-Epos vor, das klassische College-Gothic, kosmischen Schrecken und psychologischen Coming-of-Age-Roman miteinander verbindet. Schon der erste Band macht deutlich, dass Hill hier nicht einfach nur eine weitere Monstergeschichte erzählt, sondern an […]

// aufgelesen vol. (6)87 – „widdersehen“

mit dem Werk „Widdersehen“ von Leonie Swann. // Mit „Widdersehen“ kehrt Leonie Swann endlich in jene literarische Welt zurück, die sie mit „Glennkill“ berühmt gemacht hat – und schon nach wenigen Seiten fühlt es sich an, als würde man alte Bekannte wiedersehen. Die Schafe rund um Miss Maple gehören längst zu den originellsten Ermittlerfiguren der […]

// aufgelesen vol. (6)86 – „die morde im dekagon haus“

mit dem Werk „Die Morde im Dekagon Haus“ von Yukito Ayatsuji. // Mit „Die Morde im Dekagon-Haus“ erscheint endlich einer der einflussreichsten japanischen Kriminalromane erstmals auf Deutsch – und man versteht sofort, warum Yukito Ayatsuji in Japan Kultstatus genießt. Der Roman gilt als Ausgangspunkt der sogenannten „Shin-Honkaku“-Bewegung, also jener modernen Rückbesinnung auf den klassischen Rätselkrimi, […]

// aufgelesen vol. (6)85 – „wenn alles brennt“

mit dem Werk „Wenn alles brennt“ von Paulina Spiechowicz. // „Wenn alles brennt“ von Paulina Spiechowicz ist ein Roman, der sich weniger wie eine klassische Erzählung anfühlt als wie ein Zustand – ein flirrendes, überhitztes Dazwischen, in dem Figuren, Gefühle und Orte ständig in Bewegung sind. Schon nach wenigen Seiten merkt man, dass hier nicht […]

// strichcode vol. (4)63 – „pink“

mit dem Werk „Pink“ von Kyoko Okazaki. // Kyoko Okazaki gehört zu den wichtigsten und zugleich kompromisslosesten Stimmen des modernen Josei-Manga, und schon nach wenigen Seiten wird klar, warum ihre Werke bis heute einen beinahe legendären Ruf besitzen. Dieser Band wirkt roh, provokant und erstaunlich gegenwärtig – obwohl Okazakis Geschichten oft aus einer Zeit stammen, […]

// aufgelesen vol. (6)84 – „meine liebe stirbt nicht“

mit dem Werk „Meine Liebe stirbt nicht“ von Roberto Saviano. // Roberto Saviano ist in der Literaturszene längst kein unbekannter Name mehr – seine Werke verbinden investigativen Journalismus mit literarischer Finesse, und Meine Liebe stirbt nicht ist ein weiteres beeindruckendes Beispiel dafür. Geboren 1979 in Neapel, erlangte Saviano weltweite Aufmerksamkeit mit seinem Bestseller Gomorra, in […]

// strichcode vol. (4)62 – „black paradox“

mit dem Werken „Königin der 1000 Jahre“ von Leiji Matsumoto und „Black Paradox“ von Junji Ito. // Wenn man Black Paradox von Junji Ito und Königin der 1000 Jahre von Leiji Matsumoto zusammen liest, hat man zunächst das Gefühl, zwei komplett unterschiedliche Erzähltraditionen vor sich zu haben – hier der verstörende, intime Horror, der sich […]

// aufgelesen vol. (6)83 – „outback killers“

mit den neuen Werken von Kae Tempest und Candice Fox. // Wenn man Ein Leben lang gesucht von Kae Tempest und Outback Killers von Candice Fox nebeneinanderlegt, wirkt das zunächst wie ein Zusammenstoß zweier völlig unterschiedlicher literarischer Welten – hier ein ruhiger, sprachgetriebener Roman über Identität und innere Heilung, dort ein gnadenloser, atemloser Thriller, der […]

// aufgelesen vol. (6)82 – „unten leben“

mit dem Werk „Unten leben“ von Gustavo Faverón Patriau. // Unten leben von Gustavo Faverón Patriau ist eines dieser Bücher, bei denen man relativ schnell merkt: Das wird kein geradliniger Roman, sondern ein Labyrinth. Und je weiter man hineingeht, desto klarer wird, dass genau darin seine enorme Kraft liegt. Ausgangspunkt ist dieser verstörende Moment in […]

// aufgelesen vol. (6)81 – „eine andere geschichte“

mit den Werken „Entzug“ von Christoph Peters und „Eine andere Geschichte“ von Charles Lewinsky. // Wenn man Entzug von Christoph Peters und Eine andere Geschichte von Charles Lewinsky zusammen liest, begegnet man zwei Romanen, die sich auf ganz unterschiedliche Weise mit Erinnerung, Selbsttäuschung und der Frage beschäftigen, wie ein Leben eigentlich erzählt wird – und […]

// aufgelesen vol. (6)80 – „drachen der ewigkeit“

mit dem Werk „Drachen der Ewigkeit – Das Schicksal der Drachenlanze“ (Band 3). // Drachen der Ewigkeit von Margaret Weis und Tracy Hickman fühlt sich beim Lesen ein bisschen an wie ein spätes Wiedersehen mit einer Welt, die man vielleicht schon lange kennt – und die trotzdem noch einmal alles auffährt, was epische Fantasy ausmacht: […]

// strichcode vol. (4)61 – „the horizon“

mit den Werk „The Horizon“ von JH (Band 2). // Mit dem zweiten Band von The Horizon führt JH die Geschichte genau dorthin weiter, wo sie im ersten Teil so beklemmend offen geblieben ist – und zieht die Schraube dabei noch einmal deutlich fester an. Wenn man den ersten Band gelesen hat, erinnert man sich […]

// strichcode vol. (4)60 – „little bird“

mit den Werk „Little Bird“. // Little Bird von Darcy Van Poelgeest und Ian Bertram ist so ein Comic, bei dem man schon nach wenigen Seiten merkt: Das hier liest man nicht einfach nur runter – man muss sich darauf einlassen. Und zwar ganz. Die Geschichte wirkt auf den ersten Blick fast archetypisch: ein unterdrücktes […]

// aufgelesen vol. (6)79 – „we love you, bunny“

mit dem Werken „We Love You, Bunny“ von Mona Awad und „Das Spiel“ von Aisling Rawle. // Wenn man Das Spiel von Aisling Rawle und We Love You, Bunny von Mona Awad zusammen liest, entsteht ein ziemlich intensiver Dialog zwischen zwei Romanen, die auf den ersten Blick ganz unterschiedlich wirken, sich aber im Kern mit […]

// aufgelesen vol. (6)78 – „pina fällt aus“

mit den Werken „Die Känguru-Rebellion“ von Marc-Uwe Kling und „Pina fällt aus“ von Vera Zischke. // Was für ein spannendes Doppel: Auf der einen Seite totale Eskalation, politischer Witz und dieses typische „Alles muss brennen, sonst bewegt sich nichts“-Gefühl, auf der anderen eine leise, fast vorsichtige Annäherung an das, was Gemeinschaft eigentlich bedeutet – und […]

// aufgelesen vol. (6)77 – „eden“

mit dem Werk „Eden“ von Marc Elsberg. // Eden von Marc Elsberg ist genau die Art Thriller, die man anfängt „nur kurz reinzulesen“ – und dann plötzlich hundert Seiten weiter ist, ohne es wirklich gemerkt zu haben. Wer Elsberg kennt, weiß: Hier geht es nie nur um Spannung, sondern immer auch um die große Frage […]

// strichcode vol. (4)58 – „green witch village“

mit den Werken Willkommen in Pandemonia und Green Witch Village. // Die beiden Comics Willkommen in Pandemonia und Green Witch Village wirken auf den ersten Blick wie zwei völlig unterschiedliche Projekte – hier eine grelle, satirische Höllenvision rund um Influencer-Kultur, dort eine verspielte Zeitreise mit feministischer Note und Retro-Setting. Und doch verbindet sie mehr, als […]

// aufgelesen vol. (6)76 – „sanditz“

mit dem Werk „Sanditz“ von Lukas Rietzschel. // Sanditz von Lukas Rietzschel ist ein beeindruckendes Zeitpanorama, das sich wie eine literarische Landkarte der Nachwendezeit in Ostdeutschland liest. Rietzschel, der 1994 in Zwickau geboren wurde und bereits mit seinem Debütroman Mit der Faust in die Welt schlagen als eine der prägnantesten Stimmen seiner Generation Aufmerksamkeit erregte, […]

// aufgelesen vol. (6)75 – „belly up“

mit dem Werken „Der Lebenszyklus des gemeinen Oktopus“ von Emma Knight und „Belly Up“ von Rita Bullwinkel. // Wenn man Rita Bullwinkels Belly Up und Emma Knights Der Lebenszyklus des Gemeinen Oktopus nebeneinanderlegt, hat man fast das Gefühl, zwei Werke in der Hand zu halten – die auf seltsame Weise miteinander kommunizieren. Belly Up ist […]

// aufgelesen vol. (6)74 – „es war nicht anders möglich“

mit dem Werken „Schattennummer“ von Thomas Pynchon und „Es war nicht anders möglich“ von Svenja Liesau. // Wenn man Es war nicht anders möglich von Svenja Liesau und Schattennummer von Thomas Pynchon nebeneinanderlegt, hat man zunächst das Gefühl, zwei völlig unterschiedliche literarische Welten zu betreten – und doch kreisen beide auf ihre eigene Weise um […]

// aufgelesen vol. (6)73 – „kala“

mit dem Werk „Kala“ von Colin Walsh. // Colin Walshs Kala ist so ein Roman, der sich langsam unter die Haut schiebt, ohne dass man es sofort merkt. Am Anfang wirkt alles fast vertraut: eine kleine irische Küstenstadt, alte Freundschaften, ein Sommer, der nie ganz vorbei ist. Aber je weiter man liest, desto mehr kippt […]

// aufgelesen vol. (6)72 – „die riesinnen“

mit dem Werk „Die Riesinnen“ von Hannah Häffner. // Die Riesinnen von Hannah Häffner hat mich sofort gepackt, weil es diesen ganz eigenen Ton trifft – rau und poetisch zugleich, als würde jemand eine Familiengeschichte nicht einfach erzählen, sondern aus der Erde herausgraben. Schon die ersten Bilder bleiben hängen: diese Frauen, die zu groß sind […]

// strichcode vol. (4)59 – „daytripper“

mit dem Werk „Daytripper“ (Deluxe Edition) von Fábio Moon und Gabriel Bá. // Mit der Deluxe-Neuauflage von Daytripper liegt ein Comic vor, der sich weniger wie eine klassische Graphic Novel liest und mehr wie eine leise, philosophische Meditation über das Leben selbst. Fábio Moon und Gabriel Bá erzählen darin die Geschichte von Brás de Oliva […]

// strichcode vol. (4)56 – „centuria“

mit dem Werk „Centuria“ von Tohru Kuramori. // Tohru Kuramoris Centuria hat mich direkt mit seiner düsteren Atmosphäre gepackt – und zwar nicht auf eine „cool düster“-Art, sondern eher so, dass man von Anfang an merkt: Das hier wird kein angenehmer Trip. Der Einstieg ist schon ziemlich heftig. Ein Sklavenschiff, Enge, Gewalt, Ausweglosigkeit – und […]

// aufgelesen vol. (6)71 – „ultramarin“

mit den Werk „Ultramarin“ von Ann-Christin Kumm. // Ultramarin von Ann-Christin Kumm hat etwas Unruhiges, fast Flirrendes, das sich erst nach und nach entfaltet. Am Anfang wirkt alles noch wie dieser typische Sommerzustand: zu viel Licht, zu wenig Struktur, Tage, die ineinanderlaufen. Lou und Raf scheinen sich in dieser Schwerelosigkeit eingerichtet zu haben – eine […]