// aufgelesen 03. 11/26 – „red“

mit dem Werk „Red“ von Louise Kennedy. // Einen kleinen Abstecher in die Vergangenheit wagen wir heute zusammen mit Louise Kennedy. Die in Belfast aufgewachsene Autorin führt uns zurück ins Irland des Jahres 1982. Dort treffen wir auf Róisín, eine waschechte Außenseiterin, die eines Tages einen Typen namens Rod kennenlernt. Beide auf ihre Art etwas […]

mit dem Werk „Red“ von Louise Kennedy.

// Einen kleinen Abstecher in die Vergangenheit wagen wir heute zusammen mit Louise Kennedy. Die in Belfast aufgewachsene Autorin führt uns zurück ins Irland des Jahres 1982. Dort treffen wir auf Róisín, eine waschechte Außenseiterin, die eines Tages einen Typen namens Rod kennenlernt. Beide auf ihre Art etwas Besonderes, finden im Rahmen des Werkes zueinander und entwickeln eine tiefe Freundschaft, wie sie nur im Teenageralter geschlossen werden kann. Schon bald kennt Red alle dunklen Geheimnisse von Róisín, aber wie ist es eigentlich umgekehrt? Mit den Jahren landet Red schließlich in einem besetzten Haus, wo ihn Róisín schließlich findet. Allerdings ist die Zeit nicht stehen geblieben und beide schienen in der Zwischenzeit in unterschiedliche Richtungen zu driften. So stellt dieses Buch auch die Frage, was die Zeit eigentlich aus uns macht. Aus Freundschaften. Wie sie sich wandeln. Wie sich alles verändern.

Und man folgt der Autorin, die eigentlich einst Köchin gewesen ist und erst seit 2021 ihre Short Stories veröffentlichte und zwei Jahre später ihr gefeiertes Debüt „Übertretung“ nur zu gerne dabei, wie sie ihren beiden Protagonisten über die Schulter schaut. Sie mit uns als Leser zusammen begleitet. Und dabei das Leben einfängt, es zu Literatur zerkaut und wieder ausspuckt. Wenn du also Lust hast auf einen etwas anderen Coming-Of-Age-Roman, der noch dazu in zwei Zeiten spielt, dann lass dich ein auf diese Geschichte. Du wirst sie ganz innig ins Herz schließen. Das versprechen wir dir. Stellt sich am Ende also nur noch die Frage. Kann man bestimmte Verluste wirklich überwinden oder kommt man da nie darüber hinweg? Du wirst vielleicht etwas schlauer sein nach dem Schließen des Buchrückens.