// zuckerbeat vol. (5)12 – „love oh love“

mit neuer Musik von Father John Misty, Halo Maud, Leroy Hutson und Claptone. // Nach seinem Opus Magnum im vergangenen Jahr, legt Father John Misty nun mit „God´s Favorite Customer“ schon wieder ein neues Album vor, das abermals sehr gelungen anmutet. Kaum zu glauben, dass es dem Musiker immer wieder gelingt in so kurzen Abständen […]

mit neuer Musik von Father John Misty, Halo Maud, Leroy Hutson und Claptone.

// Nach seinem Opus Magnum im vergangenen Jahr, legt Father John Misty nun mit „God´s Favorite Customer“ schon wieder ein neues Album vor, das abermals sehr gelungen anmutet. Kaum zu glauben, dass es dem Musiker immer wieder gelingt in so kurzen Abständen so nachhaltige Musik zu produzieren, aber als Fan freut es einen natürlich, wenn man regelmäßig mit Nachschub versorgt wird. Nun hat sich der Künstler auf Album Nummer Vier mit Jonathan Rado, Dave Cerminara und Trevor Spencer zusammengesetzt und noch eine bunte Anzahl weiterer Gaststars wie The Haxan Cloak, Natalie Mering (Weyes Blood) und Jonathan Wilson ins Studio eingeladen, um seiner Faszination für opulente Pop-Musik zu frönen. Heraus kommt ein Werk, das einmal süß, aber hin und wieder auch ganz schön bitter anmutet – die daraus resultierende Dynamik ist bemerkenswert und so bleibt zu hoffen, dass uns der Musiker in Zukunft noch weitere, solch spannende Indie-Pop-Entwürfe wie diesen um die Ohren knallt.

// Ein wirklich gelungenes Debütalbum schüttelt in diesen Tagen auch Halo Maud aus dem Ärmel. Hinter dem Titel „Tu Sais Comme Je Suis“ versteckt sich ein multilingualer Bastard, dem man sofort sein Herz öffnet. In englischer und französischer Sprache macht sich die Künstlerin, welche heute in Paris ansässig ist, daran ihrer Vorstellung von moderner Popmusik zu frönen. Heraus kommen Klänge, die ein Gefühl der Schwerelosigkeit erzeugen und einen sofort auf eine vernebelte Tanzfläche geleiten. Diese Musik hier ist so vielschichtig und spannend, das man sich hin und wieder fragt, ob man sich nicht versehentlich nach Island verirrt hat, während Björk gerade im Studio an neuem Songmaterial werkelt. Worauf also wartest du noch? Schnapp dir das Werk.

// Zahlreiche Werke aus der Feder von Leroy Hutson werden derweil ebenfalls wieder neu aufgelegt. Die Klassiker aus dem Hause „Acid Jazz“ verdienen einfach eine gehörige Portion mehr Aufmerksamkeit und so freuen wir uns euch heute auf zwei weitere Werke des begnadeten amerikanischen Musikers aufmerksam machen zu können, die ihr euch auf keinen Fall entgehen lassen sollte. Vor allem das zauberhafte Debütalbum „Love Oh Love“ strotzt nur so vor packenden Soul-Nummern, die einen sofort in Richtung Tanzbühne schubsen, um dort eine einstudierte Performance aus dem Ärmel zu schütteln. Ja, diese Musik hier macht einfach glücklich und natürlich wurden auch diesmal ein paar Bonus-Tracks in Form dreier „Mono Single Versions“ der Tracks „So In Love With You“, „When You Smile“ und dem Titeltrack oben drauf gepackt, so dass auch die Fans von früher einen Kaufanreiz haben. Wem das noch nicht reicht, der kann sich hinterher gleich noch das 1979er Werk „Unforgettable“ ins Regal stellen. Die Scheibe besteht zwar ursprünglich nur aus sechs Tracks, die aber haben es in sich und sehen sich hier nochmal drei weiteren Songs gegenüber, die den Klassikern in nichts nahestehen. Dabei handelt es sich bei dem 1979 erstmals veröffentlichten Werk ganz sicher nicht um das Bekannteste des Künstlers, es sorgt aber mit seinen Songs dennoch immer wieder für ein breites Grinsen auf dem Gesicht des Zuhörers.

// Zu guter Letzt außerdem noch der Hinweis auf das inzwischen zweite Studio-Album von Claptone, das in diesen Tagen das Licht der Welt erblickt. Nachdem er die Herzen der tanzenden Meuten auf diesem Planeten nahezu im Sturm eroberte, macht er sich nach seinem 2015er Debüt „Charmer“ nun daran, seiner Musik noch einmal neue Facetten abzuringen. Heraus kommt ein in sich stimmiges Werk, was vor allem deshalb bemerkenswert ist, da hier eine ganze Menge Feature-Gäste mit am Start sind. So hat der Künstler unter anderem mit so illustren Gesellen Kele Okereke von Bloc Party, Blaenavon, Tender, Jones, Zola Blood, Katie Stelmanis (Austra), Nathan Nicholson (The Boxer Rebellion), Clap Your Hands Say Yeah und Joan as a Policewoman gemeinsame Sache gemacht und schafft es dennoch seiner Musik einen eigenen Klang zu verleihen. Lass dich also ein auf diese wunderbare Platte. Sie lohnt sich. Und damit Schluss für heute. Bis zum nächsten Zuckerbeat.