mit dem Werk „MAD In The Apocalypse“ von Yusuke Otori.

// Yusuke Otori möchte uns allen ordentlich einen mitgeben. Sein Werk MAD In The Apocalypse versetzt uns in eine Zukunft, wie man sie sich düsterer nicht vorstellen kann. Die Menschheit ist weitestgehend am Ende. Außerirdische haben die Kontrolle übernommen und überhaupt wirkt alles wie ein postapokalyptisches Minenfeld, auf welchem jeder Schritt dein letzter sein könnte. Wir folgen bei all dem einem gewissen John, dessen Hauptaugenmerk darauf liegt, einfach irgendwie heil aus der ganzen Sache wieder heraus zu kommen. Die Hoffnung darauf allerdings ist gering. Das liegt auch daran, dass hier keiner so richtig weiß, welche Beweggründe die anderen um ihn herum haben und so entsteht ein ständiges Gefühl auf der Hut zu sein. Von einer Sekunde auf die andere ändert sich für die Gruppe dann alles, als sie plötzlich eine Nachricht bekommen, die darauf hindeudet, dass es vielleicht noch weitere Überlebende geben könnte.
Während manche aus der Gruppe darin einen Funken Hoffnung sehen, ist John spürbar skeptisch der ganzen Sache gegenüber. Schließtlich könnte das in einer von Alien beherrschten Welt ja auch eine Falle sein und so ist er hin- und hergerissen in dem, was er glauben soll. Otori treibt die Story dazu in atemberaubender Geschwindkeit voran. Man wird in einen regelrechten Sog der Emotionen gerissen, wenn man den Blick über die Panels streifen lässt. Die Ungewissheit im Hintergrund sorgt dafür, dass man sich nie ganz sicher sein kann, was hier eigentlich vorgeht. Dazu orientiert sich der Autor an den großen Klassikern des Genres. Er zeichnet Landschaften, die so trostlos scheinen, dass man sich fragt, welchen Sinn hier eigentlich das Überleben haben soll. Die Aliens selbst machen Giger alle Ehre, sind aber keine schlichte Kopie der alten Klassiker, sondern weißen genug eigene Facetten auf, dass man sich nur zu gerne in dieser Optik verliert. Stellenweise denkt man beim Lesen des Werkes immer wieder an so bekannte Klassiker wie „Attack On Titan“, das ähnlich existenziell anmutet oder das geniale Game „The Last Of Us“, das zuletzt ebenfalls um eine nicht minder beeindruckende TV-Reihe ergänzt wurde. Die ständige Angst vor dem Unbekannten macht einen beim Durchblättern fast irre, aber genau das macht an diesem Werk so viel Spaß. Der erste Band macht dabei vor allem Hoffnung, dass hier noch Großes folgen dürfte. Man möchte unbedingt wissen wie es weiter geht… ob das alles allerdings gut endet, sei an dieser Stelle schonmal bezweifelt.
UND WAS NUN?