mit dem Werk „Die Wahrheit über Ruby Cooper“ von Liz Nugent.

// Wer sich gerne eine Runde nach Boston transferieren lassen möchte, der findet in dem neuen Werk „Die Wahrheit über Ruby Cooper“ vom Liz Nugent einen passenden Weggefährten. Die irische Bestsellerautorin aus Dublin hat ja bereits zahlreiche Romane aus dem Ärmel geschüttelt und wir möchten euch raten, euch unbedingt mal mit ihren Veröffentlichungen vertraut zu machen. Die lohnen sich nämlich ausserordentlich. Bereits ihr erstes Werk „Die Sünden der Väter“ gewann im Jahre 2013 den „Irish Book Award“ als „Crime Novel Of The Year“ und auch diesmal liegt am Ende der Geschichte kein Stein mehr auf dem anderen. Während Ruby und ihre Schwestern Erin also ein eigentlich recht geruhsames Leben in Boston führen… noch dazu unter dem Dach einer Kirchengemeinde, kommt es im Alter von 16 bei Ruby zu einem Bruch aufgrund eines Vorfalls, der dazu führt, dass das gesamte Gebilde um sie herum zum Einsturz kommt. Ruby entschließt sich anschließend in die Heimat ihrer Mutter zu fliehen und sich dort etwas Neues aufzubauen, aber die Vergangenheit lässt sie einfach nicht los.
Eigentlich möchte sie anfangs nur vergessen, aber das ist nicht so einfach. Und so entwickelt sich eine packende Geschichte, die einen in einen regelrechten Sog der Emotionen schubst. Man kann dieses Werk einfach nicht mehr zur Seite legen. Stück für Stück wird hier alles in Trümmer gelegt und man fragt sich, ob es am Ende überhaupt noch irgendeine Form der Hoffnung geben kann. Dabei befinden wir uns inzwischen in den 2010er Jahren. Die Vorwürfe gegen den damaligen Freund ihrer Schwester Erin liegen lange zurück, aber ein Zurück gibt es dennoch nicht mehr. Dabei ist das Werk auch ein tiefgründiges Psychogramm einer komplexen Situation, die vor Neid und Selbsttäuschung nur so strotzt. Was am Ende wirklich passiert ist? Das wollen wir an dieser Stelle natürlich nicht verraten, aber man wird nahezu atemlos zurückgelassen von diesem Werk, das man sich auf keinen Fall durch die Lappen gehen lassen sollte. Es lohnt sich.
UND WAS NUN?