// zuckerschock für den april 2026: „battle of dice“

mit dem neuen Spiel „Battle Of Dice“. // Man sitzt am Tisch, die Würfel liegen noch ruhig da, das Brett ist aufgebaut, die Farben verteilt – und in dem Moment, in dem jemand sagt „Okay, ich fang an“, kippt die Stimmung sofort von entspannt zu konzentriert. Genau so fühlt sich Battle of Dice an: wie […]

mit dem neuen Spiel „Battle Of Dice“.

// Man sitzt am Tisch, die Würfel liegen noch ruhig da, das Brett ist aufgebaut, die Farben verteilt – und in dem Moment, in dem jemand sagt „Okay, ich fang an“, kippt die Stimmung sofort von entspannt zu konzentriert. Genau so fühlt sich Battle of Dice an: wie ein Spiel, das keine lange Anlaufzeit braucht, sondern einen direkt fasziniert. Die ersten Züge des Games, das noch dazu direkt aus dem Würzburger Umland stammt, wagen wir noch etwas bedacht, mit einem gewissen Maß an Vorsicht. Man schaut, wie die Felder angeordnet sind, überlegt, wo man sich breitmachen will. Dann die Würfel: einmal werfen, kurz innehalten, neu ansetzen. Dieses kleine Ritual wiederholt sich ständig – und wird erstaunlich schnell zu so etwas wie einem inneren Puls des Spiels. Du merkst, wie alle am Tisch anfangen mitzuzählen, mitzudenken, leise zu hoffen oder sich zu ärgern, obwohl sie gar nicht am Zug sind. Was uns dabei sofort gepackt hat, ist dieses Gefühl von Kontrolle und Kontrollverlust gleichzeitig. Du hast drei Würfe wie bei Kniffel, du kannst Entscheidungen treffen, Kombinationen planen – und trotzdem hängt alles an diesen fünf Würfeln, die über den Tisch springen. Im Gegensatz zu Kniffel spielst du aber nicht für dich selbst, sondern duellierst dich auf dem Spielfeld mit anderen Spielern um möglichst viele Räume an dich zu reißen. Manchmal läuft es dann auch perfekt: Du triffst genau die Kombination, die du brauchst, setzt nicht nur einen, sondern gleich zwei Steine, und plötzlich sieht dein ganzes Spielfeld ganz anders aus. Das sind diese kleinen Triumphe, bei denen man sich kurz zurücklehnt und denkt: „Jetzt hab ich euch.“

Und dann, keine zwei Minuten später, kommt jemand anderes und räumt dir genau diesen Bereich wieder ab. Dieses „Steine schlagen“ ist der Moment, in dem das Spiel seine Zähne zeigt. Da steckt ein bisschen Schadenfreude drin, ein bisschen Sticheln, dieses typische „Sorry, musste sein“, das man eigentlich nicht ernst meint. Und genau das bringt Leben an den Tisch. Was ich besonders mag: Es gibt kein langes Grübeln, keine komplizierten Regeln, die den Fluss bremsen. Stattdessen entsteht Spannung fast automatisch.

Jeder Wurf kann das Gleichgewicht kippen, jeder Zug kann entscheidend sein. Und weil das Spiel so schnell ist, bleibt niemand lange außen vor – selbst wenn es mal nicht gut läuft, ist die nächste Runde schon in Sicht. Mit der Zeit merkt man auch, dass da mehr drinsteckt, als es auf den ersten Blick scheint. Es geht nicht nur ums Glück, sondern auch darum, wann man Risiken eingeht, wo man sich festsetzt, wann man angreift oder lieber absichert. Gerade wenn man öfter spielt, entwickeln sich kleine Strategien, fast schon persönliche Spielstile. Die einen gehen aggressiv rein, die anderen bauen sich langsam auf – und beides kann funktionieren. Und dann ist da noch das Spiel selbst. Das Brett, die Steine, die Würfel – alles fühlt sich bewusst hochwertig gemacht an, man merkt, dass das Material handgefertig wurde und es fühlt sich tatsächlich fantastisch an. Nicht wie etwas, das man schnell auspackt und wieder vergisst, sondern wie ein Spiel, das man nicht mehr hergeben möchte – dazu passt auch die von der Künstlerin „Ann.Art.Co“ gestaltete Rückseite des Spielbretts, die einfach nur hintersinnig und improvisiert anmutet, dadurch beinahe schon einen Stilbruch erzeugt, was wir persönlich einfach fantastisch finden und einen als Spieler mindestens zum Nachdenken einlädt. Gerade wenn man mit Familie spielt oder mit Leuten, die vielleicht sonst nicht so oft zu Brettspielen greifen, merkt man, wie wichtig das ist. Es wirkt einladend, zugänglich, irgendwie „echt“, dieses Game. Am Ende einer Partie passiert dann oft das Gleiche: Jemand sagt „Nochmal?“ – und eigentlich sind alle sofort dabei. Weil es eben genau diese besondere Mischung beinhaltet: schnell genug für zwischendurch, spannend genug, dass man dranbleibt, und interaktiv genug, dass der Spielspaß auch nach der xten Partie nicht verloren geht. Für mich ist Battle of Dice so ein Spiel, das nicht ständig von sich behauptet, besonders clever oder innovativ zu sein – sondern einfach zeigt, wie viel Spaß ein actionreiches, simples Spiel machen kann, wenn die richtigen Leute zusammenkommen. Und genau diese Momente bleiben dann hängen: das Lachen, das kurze Aufstöhnen nach einem schlechten Wurf, das triumphierende „Yes!“ im richtigen Moment. Besser geht´s eigentlich nicht und wir hoffen, die Macher lassen auch in Zukunft noch weitere fantastische Games auf uns los. Wir wären auf jeden Fall überaus gespannt. Gesehen haben wir es in Würzburg übrigens bisher im „Hugendubel“, ihr erhaltet es aber auch problemlos online unter: https://foxyfive.de/ – also viel Spaß damit!