mit der neuen Vinyl-LP von Ariana Grande.

// Ariana Grande machte zuletzt ja vor allem als Schauspielerin von sich reden. In den beiden „Wicked“-Filmen verzauberte sie die ganze Welt und so dürfen wir uns nur umso mehr freuen, dass auch in musikalischer Hinsicht mal wieder ein neues Album von ihr um die Ecke biegt. Denn eine begnadete Sängerin war sie ja schon immer. Nun also liegt „petal“ vor uns und wir müssen uns nicht lange einfinden in diesem Werk, schließlich hat die Künstlerin ihren Trademark-Sound bereits gefunden. Mit ihrer aktuellen Single „Hate That I Made You Love Me“ hat sie ihre Fans bereits im Vorfeld um den kleinen Finger gewickelt und was folgt, ist eine wirklich spannende Abhandlung darüber, was es in einem anrichtet, wenn die Sehnsucht und das Aua im Herzen dazu führen, dass man immer weniger in der Lage ist, seinen Alltag auf die Reihe zu bekommen.
Darüber hinaus ist „Petal“ aber auch ein Album, das die Künstlerin immens gereift zeigt. Man spürt in den Lyrics den Mut zur Selbstreflexion und überhaupt lässt sich der rennommierte Produzent Max Martin nicht lumpen, das Ganze in ein imposanten Soundgewand zu tauchen. Die Musik hat im Grunde alles, was ein zeitgenössisches Pop-Album nötig hat. Alles ist top durchproduziert und auch die Dynamik, die bei solch herzerwärmender Musik besonders wichtig ist, wurde sehr treffsicher auf LP transferiert. Man merkt hier die Raffinesse Martins, der bereits mit so illustren Künstler*innen wie Taylor Swift und The Weeknd arbeitete, aber auch die Handschrift von Grandes Stammproduzent Ilya Salmanzadeh schimmert durch, der ebenfalls erheblichen Einfluss auf die Produktion hatte. Auf dem Album widmet sich Grande dann auch immer wieder den Bruchstellen in der eigenen Biografie. Sie wird persönlich, ohne dass es irgendwie drüber wirken würde und sie schöpft neue Kraft aus dem, was sie liebt: die Musik wird ihr Anker und der Ausgangspunkt für etwas Neues. Die Scheibe selbst wiederum klingt auf transluzentem pearly white Vinyl schlicht fantastisch, ist perfekt ausbalanciert und auch ein passender Beileger wurde nicht vergessen. Dass man bei einer Künstlerin wie Grande natürlich auch ein Gatefold-Artwork aus dem Ärmel schüttelt, versteht sich von selbst. Wenn du also auf emotionale Klänge stehst, lass dir die Scheibe nicht entgehen. Bis zu unseren nächsten Presswerken.
UND WAS NUN?