// zuckerbeat vol. (6)73 – „school’s out“

mit der neuen Live-CD von Hollywood Vampires. // Es kam in den vergangenen Jahrzehnten ja immer wieder vor, dass sich ein paar illustre Musiker mal ein bisschen im Abseits austoben wollten, um ihre musikalischen Vorstellungen mal anders in Szene zu setzen, als das mit ihren jeweiligen Hauptbands möglich gewesen wäre. Das Thema Supergroup schwebt bereits […]

mit der neuen Live-CD von Hollywood Vampires.

// Es kam in den vergangenen Jahrzehnten ja immer wieder vor, dass sich ein paar illustre Musiker mal ein bisschen im Abseits austoben wollten, um ihre musikalischen Vorstellungen mal anders in Szene zu setzen, als das mit ihren jeweiligen Hauptbands möglich gewesen wäre. Das Thema Supergroup schwebt bereits seit einer gefühlten Ewigkeit deshalb immer wieder im Raum und wurde nur selten so stilsicher umgesetzt, wie von den Hollywood Vampires. Selbige bestehen aus niemand Geringerem als den Superstars Alice Cooper, Johnny Depp, Joe Perry und Tommy Henriksen und warum es besonders viel Spaß macht ausgerechnet dieser Band zu lauschen, liegt auch daran, dass sie sich nicht daran versuchen das Rad der Musik neu zu erfinden. Stattdessen knallen sie uns einen bunten Strauß beliebter Klassiker vor den Latz und man merkt der Musik an, dass hier vor allem jemand Bock hatte, Spaß zu haben.

Auch auf ihrem neuen Live-Album „At Montreux Jazz Festival“, das sie uns natürlich in mehreren stilsicheren Formaten servieren (uns liegt die CD-Version vor). Darauf spielen sie nicht nur ihre bis dato bekanntesten Songs (der Mitschnitt stammt aus dem Jahre 2018), sondern auch ein bunt durchgemischtes Set an Coverversionen, die einem immer wieder ein breites Grinsen aufs Gesicht zaubern. „School’s Out“, „I’m Eighteen“ oder Motorheads „Ace Of Spades“ – alles wird hier mit einer Selbstverständlichkeit aus dem Ärmel geschüttelt, das man sich wünschen würde, die eh schon episch angelegte Setlist würde sich noch einmal um ein paar weitere Songs verlängern. Die Fans vor Ort werden auf jeden Fall jede Menge Spaß gehabt haben mit dieser Musik. Ob es dieses Album am Ende dann wirklich gebraucht hat oder die Gruppe selbst, diese Frage kann man natürlich bei jeder Supergroup stellen. Fakt ist: das hier hat eine Energie, die mitreißt. Man möchte die Scheibe gleich nach verklingen des letzten Tones nochmal auflegen. Die Musik aufsaugen. Und sich nochmal diese Variante von David Bowies „Heroes“ reinziehen, die verdammt passend geraten ist. Also viel Spaß beim Feiern. Bis zu unserem nächsten Zuckerbeat.