mit dem Familienspiel „Furzipups und seine Freunde“.

// Wir haben „Furzipups und seine Freunde“ mit Kindern gespielt – und schon beim Auspacken war klar, dass hier nicht einfach nur ein Würfelspiel auf den Tisch kommt, sondern ein Stück dieser ziemlich besonderen, leicht anarchischen Drachenwelt, die viele schon aus den Büchern kennen. Wer die Geschichten rund um den kleinen Knatterdrachen gelesen hat, weiß ja: Hier geht es nie leise, nie geschniegelt zu – sondern immer ein bisschen drüber, laut, chaotisch und vor allem sehr lustig. Genau dieses Gefühl überträgt das Spiel überraschend gut. Die Kinder haben Furzipups, Hicksi, Rüdiger Rülps-Rüssel und Lulu sofort wiedererkannt, und allein das hat schon für Begeisterung gesorgt. In den Büchern lebt der Humor ja stark von diesen körperlichen, sehr direkten Gags – Furzipups, der einfach nicht „normal“ Feuer speien kann, sondern stattdessen pupst, ist genau die Art von Figur, die Kinder sofort anspricht. Und das Spiel nimmt das ernst, ohne es kompliziert zu machen. Im Kern ist es ein klassisches Würfel-Laufspiel, also leicht zugänglich und schnell erklärt. Figuren werden über den Spielplan bewegt, mal vor, mal zurück, und es entsteht ein kleines Wettrennen.
Aber der eigentliche Clou – und auch das, was bei uns für die meiste Freude gesorgt hat – ist dieser Sound-Button. Jedes Mal, wenn er gedrückt wird, ertönt eines der typischen Furzipups-Geräusche, und gleichzeitig entscheidet sich, welche Figur als Nächstes dran ist. Das bringt eine schöne Unberechenbarkeit ins Spiel, weil man eben nicht strikt der Reihe nach zieht. Gerade für jüngere Kinder funktioniert das hervorragend, weil es Spannung erzeugt, ohne dass man viel nachdenken muss. Es geht weniger um Strategie als um Mitfiebern, Lachen und kleine Überraschungen. Und genau das passt auch wieder zu den Büchern, die ja ebenfalls nicht auf komplexe Handlung setzen, sondern auf Timing, Wiederholung und diese Mischung aus Chaos und Herzlichkeit. Was uns positiv aufgefallen ist: Trotz des einfachen Prinzips wird es nie langweilig. Die Kombination aus Würfeln, Bewegung und Sound sorgt dafür, dass jede Runde ein bisschen anders verläuft. Kinder fiebern mit, freuen sich, wenn „ihre“ Figur drankommt, und lachen natürlich jedes Mal über die Geräusche – die auch nach mehreren Runden nicht ihren Reiz verlieren. Das Material ist dabei robust und kindgerecht. Die Holzfiguren liegen gut in der Hand, der Spielplan ist groß genug, um übersichtlich zu bleiben, und alles wirkt so, dass man es auch öfter spielen kann, ohne dass gleich etwas kaputtgeht. Der Sound-Buzzer ist natürlich das zentrale Element – hier sollte man daran denken, dass Batterien nicht enthalten sind, aber wenn er einmal läuft, ist er definitiv das Herzstück des Spiels. Interessant ist auch, wie gut das Spiel die Stimmung der Buchreihe einfängt. Die Geschichten von Furzipups leben ja davon, dass sie Kindern zeigen, dass Anderssein nicht schlimm ist – im Gegenteil, es kann sogar ziemlich großartig sein. Diese Leichtigkeit, dieses Spielerische, dieses „Nicht perfekt sein müssen“ schwingt auch im Spiel mit. Es geht nicht darum, perfekt zu planen oder zu gewinnen, sondern darum, gemeinsam Spaß zu haben. In unserer Runde hat sich gezeigt, dass das Spiel besonders gut in Familien funktioniert, in denen die Bücher bekannt sind. Dann entsteht sofort eine Verbindung, und die Kinder tauchen viel schneller in das Geschehen ein. Aber auch ohne Vorkenntnis klappt es, weil die Figuren und die Idee selbsterklärend sind. Am Ende ist „Furzipups und seine Freunde“ genau das, was es sein will: ein fröhliches, unkompliziertes Spiel, das Kinder zum Lachen bringt und Erwachsene zumindest ein bisschen mitreißt. Kein tiefgründiges Strategiespiel, sondern ein lebendiges, lautes, sehr charmantes Erlebnis – ziemlich nah dran an dem, was die Bücher so beliebt macht.
UND WAS NUN?