mit dem Werk „Daytripper“ (Deluxe Edition) von Fábio Moon und Gabriel Bá. // Mit der Deluxe-Neuauflage von Daytripper liegt ein Comic vor, der sich weniger wie eine klassische Graphic Novel liest und mehr wie eine leise, philosophische Meditation über das Leben selbst. Fábio Moon und Gabriel Bá erzählen darin die Geschichte von Brás de Oliva […]
// strichcode vol. (4)56 – „centuria“
mit dem Werk „Centuria“ von Tohru Kuramori. // Tohru Kuramoris Centuria hat mich direkt mit seiner düsteren Atmosphäre gepackt – und zwar nicht auf eine „cool düster“-Art, sondern eher so, dass man von Anfang an merkt: Das hier wird kein angenehmer Trip. Der Einstieg ist schon ziemlich heftig. Ein Sklavenschiff, Enge, Gewalt, Ausweglosigkeit – und […]
// aufgelesen vol. (6)71 – „ultramarin“
mit den Werk „Ultramarin“ von Ann-Christin Kumm. // Ultramarin von Ann-Christin Kumm hat etwas Unruhiges, fast Flirrendes, das sich erst nach und nach entfaltet. Am Anfang wirkt alles noch wie dieser typische Sommerzustand: zu viel Licht, zu wenig Struktur, Tage, die ineinanderlaufen. Lou und Raf scheinen sich in dieser Schwerelosigkeit eingerichtet zu haben – eine […]
// aufgelesen vol. (6)70 – „kylian und das buch meines lebens“
mit dem Werken „Kylian und das Buch des Lebens“ von Anne Akrich und „Palastplatte“ von Mara Floren. // Wenn man Kylian und das Buch meines Lebens von Anne Akrich und Palastplatte von Mara Floren nebeneinanderlegt, merkt man schnell: Beide erzählen vom Versuch, sich im eigenen Leben irgendwie zurechtzufinden – aber sie tun das aus völlig […]
// aufgelesen vol. (6)69 – „der andere arthur“
mit den Werk „Der andere Arthur“ von Liz Moore. // Liz Moore erzählt in Der andere Arthur eine dieser leisen, fast unspektakulär beginnenden Geschichten, die sich beim Lesen langsam entfalten – und einen dann umso stärker treffen. Im Zentrum stehen zwei Figuren, die auf den ersten Blick kaum weiter voneinander entfernt sein könnten: Arthur Opp, […]
// aufgelesen vol. (6)68 – „brandung“
mit den Werken „Gelbe Monster“ von Clara Leinemann und „Brandung“ von Maylis de Kerangal. // Die beiden Romane Brandung von Maylis de Kerangal und Gelbe Monster von Clara Leinemann lassen sich auf den ersten Blick kaum vergleichen – hier eine atmosphärisch dichte Spurensuche an der französischen Küste, dort ein gegenwärtiger, fast schon lakonisch erzählter Roman […]
// aufgelesen vol. (6)67 – „rausch“
mit dem Werk „Rausch“ von Nuran David Calis. // Nuran David Calis’ Rausch hat sich für mich beim Lesen ziemlich intensiv angefühlt – nicht wie ein klassischer Roman, der einen ruhig durch eine Geschichte führt, sondern eher wie etwas, das immer wieder anzieht, überfordert, weiterdrängt. Schon der Titel passt da ziemlich gut: Es geht um […]
// aufgelesen vol. (6)66 – „spuk“
mit dem Werk „Spuk“ von Florian Dietmaier. // Florian Dietmaiers Roman Spuk hat mich ziemlich schnell in seinen ganz eigenen Sog gezogen – weniger als klassischer Krimi, sondern eher als ein brüchiges Erinnerungsgeflecht, das sich Stück für Stück zusammensetzt. Im Zentrum steht dieser abgehalfterte Privatdetektiv Frank, irgendwo im heißen Tucson der frühen 50er, der eigentlich […]
// aufgelesen vol. (6)65 – „du, hier“
mit dem Werk „Du, hier“ von Julia Wolf. // Mit Du, hier legt Julia Wolf einen Band mit Kurzgeschichten vor, der sich ganz auf die Erfahrungen und Innenwelten seiner Figuren konzentriert. Im Mittelpunkt stehen elf Frauen, die sich an einem Punkt im Leben befinden, an dem vieles bereits festgelegt scheint – und gerade deshalb wieder […]
// aufgelesen vol. (6)64 – „spur und abweg“
mit den Werken „Calanda oder Alvas Antwort“ von Angelika Overath und „Spur und Abweg“ von Kurt Tallert. // Zwei sehr unterschiedliche Bücher – und doch kreisen Calanda oder Alvas Antwort von Angelika Overath und Spur und Abweg von Kurt Tallert um ähnliche Fragen: Wie prägt die Vergangenheit unser Leben? Wie viel Verantwortung tragen wir für […]
// aufgelesen vol. (6)63 – „wenn wir lächeln“
mit dem Werk „Wenn wir lächeln“ von Mascha Unterlehberg. // Mascha Unterlehbergs Debütroman Wenn wir lächeln beginnt mit einer Szene, die sofort Spannung und Ungewissheit erzeugt. Jara steht auf einer alten Eisenbahnbrücke über der Ruhr und blickt in das dunkle Wasser unter sich. Kurz zuvor ist ihre Freundin Anto in den Fluss gesprungen – und […]
// strichcode vol. (4)55 – „precious metal“
mit dem Werk „Precious Metal“ von Darcy van Poelgeist, Ian Bertram und Matt Hollingsworth. // Mit Precious Metal kehren Autor Darcy Van Poelgeest und Zeichner Ian Bertram in die düstere Zukunftswelt zurück, die sie einige Jahre zuvor mit Little Bird geschaffen haben. Der Band ist als Prequel angelegt und spielt mehrere Jahrzehnte vor den Ereignissen […]
// strichcode vol. (4)57 – „the horizon“
mit den Werken The Horizon und Die Hexe vom Distelschloss. // Zwei erste Bände, zwei völlig unterschiedliche Welten – und doch erzählen The Horizon von Jh und Die Hexe vom Distelschloss von John Tarachine auf ihre eigene Weise Geschichten über Verlust, Verantwortung und die Suche nach Orientierung in einer unsicheren Welt. The Horizon beginnt in […]
// aufgelesen vol. (6)62 – „grüne welle“
mit den Werken „Können sie mich sehen?“ von Martin Suter und „Grüne Welle“ von Esther Schüttpelz. // Mit Können Sie mich sehen? von Martin Suter und Grüne Welle von Esther Schüttpelz erscheinen zwei Bücher, die unterschiedlicher kaum wirken könnten – hier der satirische Blick in die Chefetagen der Gegenwart, dort ein leiser, fast klaustrophobischer Roadtrip […]
// zuckerschock für den märz 2026: mike mignola – „hellboy: die rückkehr der effie kolb“
mit dem Werk Hellboy und die B.U.A.P. (Band 22). // Mit Hellboy – Die Rückkehr von Effie Kolb erscheint in diesen Tagen ein weiterer Band aus dem von Mike Mignola geschaffenen Comicuniversum, das seit Jahrzehnten zu den prägenden Reihen des modernen Horrorcomics gehört. Der Band versammelt mehrere Kurzgeschichten aus unterschiedlichen Phasen des Hellboy-Kosmos und zeigt […]
// strichcode vol. (4)54 – „es war einmal ein verbrechen“
mit den Werken „Es war einmal ein Verbrechen“ (Band 1 bis 3) und Jiangshi X. // Die Manga-Reihen Es war einmal ein Verbrechen (uns liegen die Bände 1–3 vor) und Jiangshi X wirken auf den ersten Blick völlig unterschiedlich – hier eine detektivisch begabte Rotkäppchen-Figur im Märchenreich, dort junge Kämpfer im Gefecht mit rachsüchtigen Untoten. […]
// aufgelesen vol. (6)61 – „kleine schwächen“
mit dem neuen Werk „Kleine Schwächen“ von Megan Nolan. // Megan Nolans Roman Kleine Schwächen ist ein ebenso stilles wie erschütterndes Buch über Schuld, Projektion und gesellschaftliche Abgründe. Schon der Ausgangspunkt ist brisant: Die zehnjährige Lucy wird verdächtigt, eine jüngere Spielgefährtin getötet zu haben. Ein Gerücht, ein Hinweis – und plötzlich steht ein Kind im […]
// aufgelesen vol. (6)60 – „es ist hell und draussen dreht sich die welt“
mit den Werken „Es ist hell und draussen dreht sich die Welt“ von Dita Zipfel und „Ilaria“ von Gabriella Zalapì. // Zwei neue Bücher, zwei sehr unterschiedliche Schauplätze – ein luxuriöser Ferienbungalow am Meer hier, eine rastlose Irrfahrt durch Italien dort – und doch kreisen beide Romane um erstaunlich ähnliche Fragen: Wem gehört ein Körper? […]
// aufgelesen vol. (6)59 – „die lebensentscheidung“
mit dem Werk „Die Lebensentscheidung“ von Robert Menasse. // Mit Die Lebensentscheidung legt Robert Menasse eine Novelle vor, die auf den ersten Blick leise wirkt – und gerade deshalb mit existenzieller Wucht trifft. Es ist kein großes Panorama, kein politischer Gesellschaftsroman, wie man ihn von Menasse kennt, sondern eine konzentrierte Geschichte über einen Mann, der […]
// strichcode vol. (4)53 – „gaea-tima“
mit dem Einsteiger-Bundle der Bände 1 bis 3 von Detektiv Conan und Gaea-Tima von Kent. // Diese beiden Werke nebeneinander zu betrachten, wirkt auf den ersten Blick ungewöhnlich – ein klassischer Detektivmanga neben einer modernen Kaiju-Erzählung. Und doch erzählen sie, jedes auf seine Weise, sehr viel darüber, wie japanische Popkultur funktioniert, warum bestimmte Figuren zu […]
// strichcode vol. (4)52 – „am horizon kommt etwas…“
mit dem Werk „Nausicaä aus dem Tal der Winde (Doppelband-Edition 3)“. // Mit dem dritten Doppelband von „Nausicaä aus dem Tal der Winde“ vertieft sich Hayao Miyazakis große, leise und zugleich erschütternde Vision einer Welt nach der Katastrophe noch einmal spürbar. Dieser Band markiert einen Punkt in der Erzählung, an dem sich vieles verdichtet: politisch, […]
// aufgelesen vol. (6)58 – „sperrgut“
mit dem neuen Werk von Sophia Merwald. // Mit Sperrgut legt Sophia Merwald ihr Romandebüt vor – und bereits im Vorfeld wird deutlich, dass hier mehr entsteht als eine weitere literarische Milieustudie. Die Alfred-Döblin-Preisträgerin 2025 entwirft eine Utopie am Rand der Gesellschaft, die zugleich poetisch überhöht und erschreckend real wirkt. Der Titel ist dabei programmatisch: […]
// aufgelesen vol. (6)57 – „half his age“
mit dem Werk „Half His Age“ von Jeanette McCurdy. // Jennette McCurdy legt mit Half His Age einen Roman vor, der weh tut, provoziert, zum Lachen zwingt – und einen dabei immer wieder ertappt. Wer nach ihrem Memoir I’m Glad My Mom Died glaubt, bereits zu wissen, wie kompromisslos sie schreiben kann, wird hier eines […]
// aufgelesen vol. (6)56 – „schleifen“
mit dem Werk „Schleifen“ von Elias Hirschl. // Elias Hirschl ist einer dieser seltenen Autoren, bei denen man schon nach wenigen Seiten weiß: Hier denkt jemand anders, und er traut sich, diesen Gedanken bis zum Ende zu folgen. Schleifen ist ein Roman, der genau daraus seine Energie bezieht – aus einer Lust am Denken, am […]
// aufgelesen vol. (6)55 – „im paradies“
mit dem Werk „Im Paradies“ von Dorota Maslowska. // Dorota Masłowska gehört seit vielen Jahren zu jenen Autorinnen, die Gegenwart nicht abbilden, sondern zerlegen. Mit Im Paradies legt sie ein schmales, aber hochverdichtetes Buch vor, das wie ein Brennglas funktioniert: grell, komisch, verstörend – und am Ende überraschend zärtlich. Auf knapp 160 Seiten entsteht ein […]
// zuckerschock für den februar 2026: seishi yokomizo – „die spatzenmorde von onikobe“
mit dem Werk „Die Spatzenmorde von Onikobe“ von Seishi Yokomizo. // Mit „Die Spatzenmorde von Onikobe“ setzt Seishi Yokomizo seine berühmte Reihe um den Detektiv Kosuke Kindaichi fort und vertieft dabei genau jene Qualitäten, die ihn zu einem der einflussreichsten Krimiautoren Japans gemacht haben. Der Roman spielt in der japanischen Nachkriegszeit, einer Epoche, die von […]
// strichcode vol. (4)51 – „pigpen“
mit dem Werk „PigPen“ (Band 2) von Carnby Kim // Mit dem zweiten Band von „Pigpen“ hat mich dieser Manhwa endgültig in seinen Bann gezogen. Carnby Kim beweist hier eindrucksvoll, warum er zu den spannendsten Stimmen des koreanischen Psychothrillers gehört. Was im ersten Band noch wie ein verstörendes Rätsel begann, verdichtet sich in „Pigpen“ zu […]
// aufgelesen vol. (6)54 – „trag das feuer weiter“
mit dem Werk „Trag das Feuer weiter von Leïla Slimani. // Leïla Slimanis „Trag das Feuer weiter“ ist kein Roman, den man einfach „liest“. Es ist ein Buch, das man mit sich trägt, das nachhallt, das Fragen offenlässt – und genau darin liegt seine große literarische Kraft. Als Abschluss der viel beachteten Familientrilogie wirkt es […]
// aufgelesen vol. (6)53 – „die elemente“
mit den Werken „Erde“, „Feuer“, „Wasser“, „Luft“ von John Boyne. // Die vier Romane aus dem Zyklus „Die Elemente“ von John Boyne sind eine echte Grenzerfahrung. Wer ihn nur über „Der Junge im gestreiften Pyjama“ kennt, wird hier einem ganz anderen Schriftsteller begegnen: kompromissloser, dunkler, psychologisch genauer und spürbar persönlicher. Boyne, 1971 in Dublin geboren, […]
// zuckerschock für den januar 2026: hayao miyazaki – „nausicaä aus dem tal der winde“
mit dem Werk „Nausicaä aus dem Tal der Winde“ (Band 4) von Hayao Miyazaki.. // Dieser vierte Doppelband von „Nausicaä aus dem Tal der Winde“ hat bei mir ein Gefühl ausgelöst, das sich nur schwer in Worte fassen lässt – eine Mischung aus Ehrfurcht, Dankbarkeit und tiefer Melancholie. Hayao Miyazaki erzählt hier nicht einfach eine […]