Und jetzt herzlich willkommen bei unserer illustren Songschreiber-Runde. Den Auftakt macht Badly Drawn Boy, bei dem überkommt einen immer wieder diese nostalgische Romantik-Stimmung, welche der Künstler damals schon auf seinem schrulligen Debüt und dem Soundtrack zu „About A Boy“ versprühte. Schade eigentlich, dass viele seiner letzten Alben den direkten Vergleich mit früher nicht standhalten konnten. […]
// zuckerbeat vol. (1)38 – where is my mind?
Placebo haben sich dazu entschlossen ihr erstes Cover-Album vorzulegen. Wie zuletzt Nada Surf machen sie ihre Sache über weite Strecken sehr gut. „Covers“ versammelt im klassischen Placebo-Outfit Gassenhauer aus dem Hause Depeche Mode bis The Smiths. Von T.Rex bis Boney M. Und von Sinead O´Connor bis Serge Gainsbourg. Am gelungensten muten das zauberhafte „Running Up […]
// zuckerbeat vol. (1)37 – le grand voyage
Nach zahlreichen Solo-Eskapaden haben sich Broken Social Scene wieder zusammengerafft und ein neues Werk eingespielt, das den umtriebigen Vorgänger ziemlich alt aussehen lässt. Auf „Forgiveness Rock Record“ machen sich Drew, Canning und wie sie alle heißen daran, ihre Space-Oper vom Weltall auf den Balkon zu transformieren. Es darf zwar der Blick mitunter noch Richtung Horizont […]
// zuckerbeat vol. (1)36 – lovers / strangers
Die herzallerliebsten Indie-Haudegen von Nada Surf haben sich dazu entschlossen, ihren musikalischen Helden ein Denkmal zu setzen und spielen nun den traurigen Clown zum Sound von Depeche Mode, Kate Bush und Spoon. Vor allem die erste Hälfte ihres aktuellen Cover-Albums ist bemerkenswert, weil die Band es schafft, einem Gassenhauer, wie „Enjoy The Silence“ mit einem […]
// zuckerbeat vol. (1)35 – zuckerwatte
Oliver Koletzki versammelt auf „Großstadtmärchen“ eine illustre Riege an Gaststars, die seine elektronischen Sounds der Marke Paul Kalkbrenner mit Pop-Appeal aufmotzen. Mieze Katz von mia. ist genauso am Start, wie Axel Bosse und die Raketen. Dass die Scheibe trotzdem wie aus einem Guss klingt, liebt an den urbanen Sounds, die Koletzki den Künstlern unterjubelt. Alles […]
// zuckerbeat vol. (1)34 – kiss that grrrl
Klemmt euch schon mal einen Kaugummi zwischen die Zähne. Kate Nash ist zurück. Ihr neues Video zu „Do-Wah-Doo“, diese absurde Britney Spears-Hommage, läuft ja schon seit einigen Wochen auf allen Musiksendern rauf und runter. Der zugehörige Song allerdings gehört sicher zu den herzallerliebsten Pop-Stücken des Jahres. Ihr neues Album beginnt dann auch recht famos. Der […]
// zuckerbeat vol. (1)33 – lemonade
Da bist du platt. Wie haben Caribou das nur gemacht? Diesen Song namens „Odessa“, der wirkt, als würde Pantha Du Prince ein Phoenix-Stück durch den Mixer jagen. Das ist ganz großes Kino. Mit zunehmender Lauflänge entfaltet „Swim“, das neue Album von Mastermind Dan Snaith, im Grenzgebiet von Elektronik und Folk einen Charme, dem man sich […]
// zuckerbeat vol. (1)32 – walking on rails
Love Is All – den Namen hat man ja immer wieder auf dem Schirm, wenn es um Indie-Rock der nostalgischen Sorte geht. Auch das neue Album der Band „Two Thousand And Ten Injuries“ klingt wie ein Werk aus den späten 80ern, als man noch an analogen Geräten herum fummelte, bis letztlich die Knöpfe abgefallen sind. […]
// zuckerbeat vol. (1)31 – society suckers
Walter Schreifels hat sich nach all den Jahren endlich entschlossen, sein erstes Soloalbum aufzunehmen. Die Ex-Quicksand, Ex-Gorilla Biscuits, Ex-Youth Of Today, Ex-Rival Schools, Ex-Walking Concert-Musiker, kurz gesagt…: die lebende Legende aus der Hardcore und Emo-Szene gibt sich auf „An Open Letter To The Scene“ dermaßen dem Pop hin, dass es eine wahre Freude ist, ihm […]
// was zum lesen – kathrin passig / sascha lobo – „dinge geregelt kriegen (ohne einen funken selbstdisziplin)“
Würdest du dich selbst als extrem unorganisiert einstufen? Hast Du Freunde, Kollegen oder Mitbewohner auf die man sich niemals verlassen kann? Stapeln sich in deiner Wohnung unbezahlte Rechnungen und Telefonnummern, die zurückgerufen werden wollen, Arzttermin-Erinnerungszettel, Kontoauszüge und ungeöffnete Post? Kathrin Passig (*1970), 2006 ausgezeichnet mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis, Geschäftsführerin der Zentralen Intelligenz Agentur und Sascha Lobo […]
// zuckerbeat vol. (1)30 – set it on fire
Schon sehnsüchtig gewartet haben wir auf das neueste Werk von unserer Lieblings-Bernerin Sophie Hunger, die mit „1983“ schon mal George Orwell in Sachen Time-Dropping überholt. Die Kompromisslosigkeit der Musikerin ist dabei durchaus bestechend. War „Monday´s Ghost“ alles in allem ein in sich gekehrter Verrecker von Album, der mit Popanleihen nur so um sich warf, wendet […]
// zuckerbeat vol. (1)29 – seven skeletons found in the yard
Für die Indie-Pop-Reitschule vom New Young Pony Club dürfte es in kommerzieller Hinsicht rund gehen, wenn das neue Album der Band mit etwas Verspätung auch in hiesigen Breitengraden erhältlich ist. Zehn Songs, von denen fünf zur Hitsingle taugen – der Rest zum charmanten Plausch an der Theke einlädt, finden sich auf dem Album „The Optimist“, […]
// zuckerbeat vol. (1)28 – kill your friends
Zur Eröffnung lassen wir es heute mal ordentlich krachen. Muss ja schließlich mal gesagt werden, dass Opeth drauf und dran sind, Tool die Krone als charmantester Metal-Act der Gegenwart zu entreißen, der auch in Indie-Discos funktioniert. Das 2001er Debütalbum „Blackwater Park“ wird nun noch mal als schicke Legacy Edition mit Bucheinband auf die Fangemeinde abgefeuert […]
// zuckerbeat vol. (1)27 – teenage lies
Endlich ist es soweit. Velojet legen nach. Der Vorgänger war schon eine einzige Ansammlung von Indie-Pop-Hymnen. Der Nachfolger macht genau dort weiter. 14 Songs zu denen man unter dem Licht der Discokugel knutschen möchte, während der DJ den Regler auf Anschlag pusht. Keine Ahnung warum die vier Österreicher(innen) hierzulande noch keiner kennt. Das ist verdammt […]
// zuckerbeat vol. (1)26 – watching alice
Die Elektro-Sympathen von den Audio Bullys geben sich anno 2010 ziemlich widerborstig, führt man sich die ersten zwei Minuten ihres neuen Albums „Higher Than The Eiffel“ (zu dem Titel sag ich jetzt mal lieber nichts) zu Gemüte. Dann allerdings hauen sie einem wieder einen Tanzboden-Knallfrosch nach dem Nächsten um die Ohren, als wollten sie The […]
// zuckerbeat vol. (1)25 – mother please. i´m scared!
„Love Never Dies“ nennt sich derweil das neueste Musical aus dem Hause „Andrew Lloyd Webber“. Das Sequel zur Phantom der Oper besticht durch ein himmelhoch jauchzendes, schluchzendes Orchestergeplänkel zu dem sich der geneigte Emo-Anhänger nur zu gerne in den Armen der Liebsten verliert, aber auch so mancher Queen-Fan die Arme in bester „Waynes World“-Manier in […]
// zuckerbeat vol. (1)24 – was in der zeitung steht
Die Crookers versammeln auf „Tons Of Friends“ alles, was Rang und Namen hat. Soulwax, Kelis, Spank Rock, Will.I.Am. Noch mehr Namen gefällig? Roisin Murphy, Miike Snow und Yelle. Immer noch nicht genug? Packen wir noch Kid Cudi und Major Lazor oben drauf. Verdammt, wo haben die Crookers die Mädels und Jungs nur alle aufgerissen und […]
// zuckerbeat vol. (1)23 – es gibt augenblicke im berliner nachtleben, da wäre man gerne englischer muttersprachler…
Die halbe Hauptstadt kämpft auf dem Sampler „Listen To Berlin“ um die Aufmerksamkeit des Hörers. Hier wird himmelhochjauchzender Pop (Super 700) mit kühler Elektronik gekontert (Cobra Killer). Hier treffen die Großmeister aus elektronischen Gefilden (DJ T, Moderat) auf die frechen Indie-Pop-Elektronika aus dem Hause Masha Qrella. Unter dem Banner „Berlin Music Commission“ versammeln sich auf […]
// zuckerbeat vol. (1)22 – Wirbeln, Wind, Schwebeschwindel…
Ein musikalisches Bilderbuch in elf Akten präsentiert uns eine Band gleichen Namens und landet mit „Nelken & Schillinge“ irgendwo zwischen Chikinki und Franz Ferdinand, unter der Bedingung, dass die sich den Sänger von den Fotos als Protagonisten engagieren. Deutschsprachiger Indiepop klang selten so mitreißend, wie im Opener „Calypso“ oder im kurz darauf folgenden „Kopf ab“. […]
// zuckerbeat vol. (1)21 – Bist du BWL-Student oder ein Mann?
Built To Spill werden wohl auf ewig ein Geheimtipp bleiben. Dabei wissen all die Fans, die sich seit Jahren an den Songs von Death Cab For Cutie und Nada Surf die Seele wärmen, gar nicht, was ihnen entgeht. Hinter dem verzaubernden Artwork versteckt sich ein Melodiereigen irgendwo zwischen Modest Mouse, Superchunk und Teenage Fanclub. Man […]
// zuckerbeat vol. (1)20 – pirates vs. ninjas vs. zombies vs. robots
Nach seinem Rausschmiss bei Blackmail besinnt sich Aydo Abay nun vollends auf sein bisweilen leider zu Unrecht völlig unterschätztes Nebenprojekt Ken. „Yes We“ (Obama lässt grüßen!), das inzwischen vierte Album des Kollektivs, hat mal wieder all den Poppappeal auf sich vereint, der bei Blackmail so gerne hinter einer Breitseite der Gitarren verreckt. Schon der Opener […]
// zuckerbeat vol. (1)19 – ich bin bis auf weiteres eine demonstration
Die „Welt verbrennt“ und Festland scheinen sich einen feuchten Dreck darum zu scheren. Gibt ja schließlich eine charmante Rücklauf-Funktion im Pop, mit der man sich einfach wieder in die 80er katapultieren kann, um dort ein bisschen auf die Kacke zu hauen. Ergüsse aus dem Poesialbum treffen hier auf Porno-Pop im House-Gewand. Man merkt den Jungs […]
// zuckerbeat vol. (1)18 – attack music
Dev Hynes alias Lightspeed Champion scheint auf seinem neuen Album seine romantische Seite für sich entdeckt zu haben. „Life Is Sweet! Nice To Meet You“ lädt schon im Opener zum Träumen ein, bevor es fortwährend zärtliche Blicke mit dem Hörer austauscht. Anschließend wird dann auf die Tanzfläche gewatschelt und am Ende mit verliebtem Blick aufs […]
// zuckerbeat vol. (1)17 – music! dance! drama!
Unverdientermaßen sind State Radio hierzulande immer noch relativ unbekannt, was sich mit ihrem neuen Album „Let It Go“ aber hoffentlich schon in Kürze ändern wird. Die Scheibe macht alles richtig, was Incubus auf ihren letzten Alben falsch gemacht haben. Die Jungs vermengen Rockmusik mit allerhand entspannten Grooves und landen damit irgendwo zwischen Sublime und den […]
// zuckerbeat vol. (1)16 – mystery of the disappearing rabbit
Field Music haben hierzulande leider nie den Sprung auf die große Bühne geschafft. Mit „(Measure)“ dürfte sich daran nur wenig ändern, weil die Band auch diesmal darauf verzichtet, irgendwelche Zugeständnisse ans Formatradio oder den Indie-Club zu machen. Die 20 Tracks wirken wie ein Echo aus vergangenen Tagen und loten alles aus, was nicht niet und […]
// zuckerbeat vol. (1)15 – coal digger
Die Local Natives könnten Vampire Weekend und Bombay Bicycle Club den Rang ablaufen, wenn sie weiter so schöne vertrackt-beschwingte Hymnen abliefern, wie auf ihrem nun vorliegenden Album „Gorilla Manor“. Ein feuchter Indie-Traum von einer Platte ist das. Locker flockig einen Schneeball in die Fresse ballern und dann mit dem Schlitten die Piste runter jagen, damit […]
// zuckerbeat vol. (1)14 – apple trees
Get Well Soon wird ja hin und wieder vorgeworfen, er würde seine Stücke allzu sehr zukleistern – mit Sounds und vor allem mit Gefühl. Das wirkt auf die Dauer leider etwas ermüdend. „Vexations“ ist demnach auch wieder ein echter Brocken von Album geworden. Die Leichtigkeit, die beim Vorgänger noch in Nuancen aufblitzte, scheint verflogen. Stattdessen […]
// zuckerbeat vol. (1)13 – space odissey
Unter dem Projektnamen „Athens“ haben sich die britischen Elektro-Urgesteine von Underworld an ihren musikalischen Wurzeln abgearbeitet und eine exquisite Auswahl an Tracks aus dem Dickicht der elektronischen Rauschschwaden zurück ins Blitzlicht gezerrt, die sich durchaus sehen lassen kann. Der angejazzte Porno-Sound von Alice Coltrane, die avantgardistischen Pulsschläge von Squarepusher, die weinerliche Psychedelic-Phantasien vom Mahavishnu Orchestra […]
// zuckerbeat vol. (1)12 – keep the streets empty for me
Während die Dächer unter dem weißen Kleid des Sternenstaubs versinken und die Temperaturen immer weiter nach unten rutschen, schwingt sich eine Band aus den Vereinigten Staaten zu höchsten Höhen auf. Sternenklare Melodien bahnen sich da – von Massachusetts – aus ihren Weg in hiesige Gefilde. Apse sind der funkelnde Stern unter den Postrockern. Sie spielen […]
// zuckerbeat vol. (1)03 – get fresh
Die werte Sängerin der Yeah Yeah Yeahs präsentiert in diesen Tagen den Soundtrack zu „Where The Wild Things Are“, einem netten Kinderfilm mit Plüsch-Figuren, der auch so manchem Erwachsenen Spaß machen dürfte. Karen O And The Kids jedenfalls lassen es ordentlich krachen auf vierzehn Songs, die wohl nicht nur unterbewusst am Sound der Underage-Riege kratzen […]